Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2019

Weg frei für neue Volksbank Thüringen Mitte eG

Vertreterversammlung der Erfurter Bank eG und Generalversammlung der vr bank Südthüringen eG stimmen für Fusion

Mit Stimmenanteilen von 99 Prozent und 100 Prozent haben die Eigentümer der Erfurter Bank eG und der vr bank Südthüringen eG auf den beschlussfassenden Versammlungen den Weg frei gemacht für die neue Volksbank Thüringen Mitte eG: Die fusionierte Bank wird auf eine Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro kommen, knapp 25.000 Mitglieder sowie ca. 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.

Damit können die beiden Kreditgenossenschaften voraussichtlich ab Mitte 2021 unter dem gemeinsamen Dach auftreten, nachdem zuvor noch die technische Fusion und die Eintragung ins Genossenschaftsregister erfolgt sind. Für den designierten Vorstandsvorsitzenden Peter Neuhaus hat die Volksbank Thüringen Mitte eG „ein klares Mandat für die Schaffung einer leistungsstarken Genossenschaftsbank, die in die Zukunft investiert und das Kundengeschäft mit modernen Service- und Beratungsleistungen ausbaut. Mit persönlicher und digitaler Kundennähe haben wir als mittelständischer Finanzierungspartner hervorragende Chancen durch die Vernetzung von Branchen und Regionen.“ Neuhaus war bis zum 31. Mai Vorstandsvorsitzender der vr bank Südthüringen eG und wechselte nach Erfurt, um das Fusionsprojekt voranzutreiben. „Die Fusionsverhandlungen und der gesamte Prozess haben unter Beweis gestellt, dass die Partner mit ihren Tätigkeitsschwerpunkten und Kompetenzen wirtschaftlich gut zusammenpassen“, betont seine Erfurter Kollegin Dr. Christina Klee. „Gemeinsam ist es uns gelungen, ein nachhaltig zukunftsfähiges und zugleich innovatives Konzept für eine genossenschaftliche Flächenbank in der Mitte Thüringens zu entwickeln. Der Lebens- und Wirtschaftsraum entlang der Mobilitätsachse A71, rund um das Erfurter Kreuz als Drehscheibe für Wertschöpfungsströme, bietet viel Potenzial für uns.“

Unter dem programmatischen Motto „Wir verbinden Regionen“ wird eine dezentrale Ausrichtung verfolgt. Einheit in Vielfalt soll die Marktbearbeitung in Erfurt, Arnstadt, Ilmenau, Suhl, Oberhof, Zella-Mehlis und Hildburghausen kennzeichnen. „Ziel ist, der Verschiedenheit der Regionen gerecht zu werden und die aus ihnen kommenden Impulse für Wertschöpfung aufzunehmen. Unser durch den Sprung in eine neue Größenordnung deutlich zunehmendes Know-how, z.B. für das Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft sowie die Immobilienfinanzierung, wollen wir an allen unseren Standorten zur Verfügung stellen“, erläutert Martina Kopietz aus dem Vorstand des Fusionspartners mit Sitz in Suhl.

Die Kundinnen und Kunden der Volksbank Thüringen Mitte eG sollen vom hohen Stellenwert der genossenschaftlichen Beratung bei einem spürbar erweiterten Leistungsspektrum profitieren. Die persönlich bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bleiben ebenso erhalten wie das gesamte Filialnetz. Sämtliche Filialen und SB-Standorte im gemeinsamen Marktgebiet können von allen Kundinnen und Kunden genutzt werden. Die Vorstandsmitglieder blicken optimistisch auf den Jahresbeginn 2021 mit dem Start für die gemeinsame Bank: „Diese Verschmelzung wird ein Gewinn für alle sein: für die Mitglieder und Kunden, für die Mitarbeiter und die Region“, unterstreicht Peter Neuhaus.